Anfang April haben 154 Staaten der Vereinten Nationen beschlossen, ein gemeinsames Abkommen zur weltweiten Regulierung des Waffenhandels auf den Weg zu bringen (Bericht der Zeit). Das ist ein guter und großer Schritt! Doch es wird noch Jahre bis zum Inkrafttreten dauern und es wird Schlupflöcher lassen. Soll nicht jetzt schon der Bundessicherheitsrat die Menschenrechtslage in den Empfängerländern bei seinen Entscheidungen beachten?
In dem neuen Film “Climate Crimes” zeigt der Filmemache und langjährige Umweltschützer Ulrich Eichelmann auf eindrucksvolle Art und Weise die Kehrseite des Klimaschutzes. In einer Reise durch fünf Länder und über drei Kontinente zeigt der Film, welche Folgen der kommerzialisierte Klimaschutz auf das Ökosystem haben kann und hinterfragt überzeugend die Dogmen vom “Green New Deal” und dem “grünen Wirtschaftswachstum”. (Krass 1/2013)
Climate Crimes entlarvt Megastaudämme als Emittenten von Treibhausgasen, Biogas und Agrosprit als klimaschädliches Energienullsummenspiel und alle zusammen als umweltzerstörende Flächenfresser. Der Film schließt mit deutlicher Kritik an unserer Wirtschaftsordnung und der Orientiertung am Wirtschaftswachstum, vor allem auch in der Green Economy. Wirklicher Klimaschutz könne nur mit Schrumpfung erreicht werden. Hier kommt wieder einmal Niko Paech zu Wort.
Hinter dem Mäntelchen des Klimaschutzes steht die Green Economy mit enormen Profitinteressen und großen Risiken für Mensch, Tier, Umwelt und tatsächlich auch dem Klima! Hier müssen wir unbedingt differenzieren lernen. Auch alle politischen Parteien müssen noch nachsitzen. Sogar die Grünen setzen mit ihrem Green New Deal auf das Wachstumspferd und müssen im Wahlprogramm zum Thema Biomasse und Verkehr auf jeden Fall noch nachbessern! Klimaschutz muss endlich bedacht und sinnvoll betrieben werden.
Absolut sehenswerter Film:
Rettet den Regenwald macht immer wieder Aktionen gegen die Regenwaldrodung für Palmölplantagen, gegen Palmölimporte und für den Regenwald und die Orang-Utans auf Borneo. Sie kritisieren auch das Siegel RSPO, welches von der EU zur Zertifizierung nachhaltigen Palmöls anerkannt wird: Protestaktion ‘Sterben für Palmöl? Nein Danke!’ unterschreiben.
Satirische Aufarbeitung der Heute Show mit allen Infos zum Thema Fracking:
Dass Frackingkritik nicht nur Spaß ist, wird auch im zoom-Beitrag unten deutlich und liest sich in der 5-Minuten-Info von Campact:
In den USA wurden entsprechende Grundwasserverseuchungen dokumentiert. Grundwasserströme sind bislang in Deutschland unzureichend erforscht und die Gefährdung im Vorfeld einer Bohrung ist deswegen nicht verlässlich zu bewerten. Auch das Tiefengrundwasser kann durch den Chemie-Cocktail verseucht werden, außerdem kann Gas ins Grundwasser gelangen.
Zudem entstehen beim Fracking durch Ausspülung aus dem Wirtsgestein große Mengen an mit radioaktiven Substanzen und Schwermetallen belastete Abwässer. Diese führten in der Vergangenheit auch immer wieder zu Verseuchungen des Grundwassers. Dieser sogenannte Flow Back ist bei Fracking besonders problematisch, da sich in ihm die natürlich vorkommenden und die im Rahmen des Frackings eingebrachten Stoffe vermischen.
Bei vielen Ungewissheiten ist eins also klar, wir sollten unser Grundwasser nicht gefährden, bis absolute Unbedenklichkeit garantiert ist! Und vielleicht lassen wir so schwierig abbaubare fossile Brennstoffe einfach ganz in der Erde. Also hier den Appell unterschreiben – Fracking stoppen!
The Corporation hat als Plot die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die sich nur um Gewinn kümmert, und nicht um andere Aspekte: Das Unternehmen, eine rechtliche Person ohne Körper, auf die Spitze getrieben.
Sachlich im Tonfall lässt der Film Insider zur Sprache kommen und enthüllt so den absurden Wahnsinn, aber auch die erstaunlichen Zwänge des grosswirtschaftlichen Alltags.
Ein absolut sehenswerter Film über Entstehung, Machenschaften, und Auswirkungen von Aktiengesellschaften im Streben nach Profit!
Wir schreiben das Jahr 2055. London ist überflutet, Sydney in Flammen, Las Vegas von der Wüste verschluckt. Der letzte Mensch sitzt in der geschmolzenen Arktis in einem riesigen Weltarchiv, das die Überreste der Zivilisation enthält, und fragt mit stoischem Ausdruck: Warum nur haben wir die Klimakatastrophe nicht verhindert, als wir noch die Chance dazu hatten?
Der letzte Mensch, gespielt vom oscarnominierten Schauspieler Pete Postlethwaite, sucht in dem Film The Age of Stupid vor seinem interaktiven Bildschirm nach Antworten. Sechs wahre Geschichten, angereichert mit Original-Fernsehbeiträgen der Zeit zwischen 1950 und 2008, dokumentieren den alltäglichen Wahnsinn unserer Zeit und geben eine erschütternde Antwort, warum wir unseren Lebensraum nicht bewahren konnten.
In glaubhaften Bildern, ohne anklagend zu sein, legt der Film eine Denkart offen, die auf stetes Wachstum zielt und an ihrem Größenwahn zugrunde geht. Gleichzeitig zeigt die Regisseurin Franny Armstrong aber auch alternative Ansätze, erzählt von gewöhnlichen Menschen, die vor der eigenen Nase mit einem großen Umbruch beginnen einem Umbruch, der zu einem völlig neuen Umgang mit den Ressourcen der Erde führt.
Es ist ruhiger geworden um die Atompolitik. Der Atomausstieg ist wieder beschlossene Sache, die letzten Meiler in Deutschland sollen 2022 vom Netz gehen. Also kein Grund mehr wegen Atomkraft auf die Straße zu gehen?
9 Jahre sind in der Politik eine lange Zeit. Zwei Bundestagswahlen, wechselnde Mehrheiten, starke Lobbyinteressen und Politiker, die aus angeblichen Sachzwängen 180° Kurswechsel vollziehen, werden den Ausstieg nicht unbedingt Ausstieg sein lassen. Das wissen wir ja spätestens seit dem Ausstieg aus Ausstiegsausstieg mit Gewissheit. Es ist also unabdingbar, dass der öffentliche Druck aufrechterhalten bleibt, bis dem letzten AKW der Stecker gezogen wurde!
Desweiteren ist, auch mit beschlossenem Ausstieg, die Endlagerung weiter ungeklärt. Bis 2022 werden wir noch ordentlich Atommüll produzieren, obwohl immer noch ungeklärt ist, wie wir mit dem ganzen Haufen verfahren den wir schon haben. Und wer übernimmt dafür die Kosten? Damit die Lagerung eine “saubere” Sache wird und die indirekten Subventionen der Atomkraft gestrichen werden, dafür lohnt es sich auf die Straße zu gehen!
Inzwischen redet jede Partei von der Energiewende. Dabei wollen die einen doch noch ein bisschen Atom, die anderen ganz viel Kohle, die nächsten wollen massenweise Chemikalien in den Boden pumpen um für 10 Jahre ordentlich Gas zu fördern und gleichzeitig wird schon wieder überall mit der “teuren Erneuerbaren Energie” gedroht. Dabei hat die Regierung selbst massiv bei den Erneuerbaren gekürzt und fleißig Ausnahmen an die Unternehmen verteilt. Auch dafür, dass wir 2022 schon längst keine Atomkraftwerke mehr brauchen und stattdessen weder Kohle noch Fracking, dafür lohnt es sich auf die Straße zu gehen!
(Spannendes ZDF Zoom zu den Nachwehen von Fukushima in Deutschland und Europa. Fazit:
“Das Kapitel Atomkraft ist für uns Deutsche nicht beendet.”)
Wann hast du das letzte Mal Nachrichten aus Fukushima gehört? Die Medien haben sich anderen Dingen zugewendet, radioaktiv unverseuchtes Pferdefleisch ist angesagt. Dabei sind im Umfeld von Fukushima immer noch hunderttausende Menschen evakuiert, eine ganze Region radioaktiv verstrahlt und Lebensmittel belastet.
Zum 2. Jahrestag von Fukushima beschäftigt sich die Anti-Atomkraftbewegung mit der Frage, “Was wäre, wenn bei uns ein ähnlicher Unfall passieren würde?” Dementsprechend sollen vielfältige Aktionen in einem Radius von 40 km um das AKW Grohnde ein mögliches Katastrophengebiet darstellen.
Wir rufen zusammen mit .ausgestrahlt, Campact, dem BUND und vielen anderen Organisationen auf: Komm am Samstag den 9. März um 12 Uhr zu einem Aktionspunkt und setze ein Zeichen!
Du bist näher dran als du denkst! Eine Karte und weitere Informationen gibt es hier:
Nicht neu, aber immer noch aktuell. Der Doku-Klassiker zum Geld- und Finanzsystem:
Let’s make MONEY folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter unser Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt uns die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist. Wir erleben die allgegenwärtige Gier und die damit verbundene Zerstörung, die mit unserem Geld angerichtet wird.
Der Film zeigt uns mehrere Ebenen des Finanzsystems. Wir erfahren auch, warum es auf dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist. Wir lernen deren Konsequenzen für unser Leben kennen. Täglich werden Milliardensummen, die möglichst hoch verzinst werden sollen, mit Lichtgeschwindigkeit um den Globus transferiert. Let’s make MONEY zeigt uns einige Zwischenstationen dieser Geldvermehrungsreise, wie die Schweiz, London oder Jersey. Warum ist die Kanalinsel das reichste Land Europas? Steueroasen nutzen Konzerne und Reiche, um Steuern zu sparen. Bislang hat die Politik dies nicht verhindert. Dabei setzten die Regierungen die Spielregeln für das weltweite Geldsystem fest. Seit den 70er Jahren erleichterten sie den Geldfluss und schufen so die Grundlage für den Boom der weltweiten Finanzindustrie mit ihren Zentren in London, New York oder Frankfurt. Es ging dabei immer um Interessen von wenigen Mächtigen. So konnten der Internationale Währungsfonds und die Weltbank vielen Entwicklungsländern eine Privatisierung von Altersvorsorge, Stromerzeugern oder Baumwollfabriken aufzwingen, nachdem deren Regierungen durch eine hohe Verschuldung erpressbar geworden waren. Dies eröffnet neue Anlagemöglichkeiten für unser Geld. Doch dieser „Ausverkauf“ von sozialen Errungenschaften wie Gesundheitssystem, Pensionswesen, Energieversorgung und öffentlicher Verkehr passiert nicht nur in der fernen „dritten“ Welt. Wir alle sind direkt davon betroffen. Und genau davon handelt der Film: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können. (Homepage zum Film)
Im Delta des Niger verseucht das Öl seit 50 Jahren Natur und Menschen — es ist eine der größten Umweltkatastrophen der Welt: Jedes Jahr fließen 180 000 Tonnen Rohöl in die Mangrovenwälder des Delta, das ist jedes Jahr soviel, wie 1989 aus dem havarierten Tanker Exxon-Valdez an die Küste Alaskas strömte. Die Natur stirbt, die Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage und es droht ein bewaffneter Aufstand in der Region.
Wer also hat Schuld? Die Ökologen beschuldigen die Ölgesellschaften, deren mangelnde Sorgfalt bei der Förderung und dem Transport und den vielen „Zwischenfällen“.
Shell, Agip, Total, Chevron und die anderen aber sagen, dass der größte Teil der Öl-Leckagen durch Sabotageakte an den Pipelines überall im Delta ausgelöst würde. (arte-Homepage zum Film)
Wir hatten bereits vor Jahren schon einen Artikel zu Film und Firma. Die Dokumentation durfte aber in dieser Reihe auf gar keinen Fall fehlen.
Monsanto erwirtschaftet viel Geld. Viel Geld aus Geschäften mit Agent Orange, PCB oder Gen-Pflanzen. Erfolgreich ist der Gigant auf dem Agro-Sektor deshalb, weil er beste Beziehungen zu Regierungsbehörden hat, Druck ausübt oder Gutachten manipuliert, um seine Produkte auf den Markt zu bringen. Monsantos Skandalgeschichte ist lang: So zeigt Robins Film, dass Monsanto seit Jahrzehnten über die hochtoxische Wirkung von PCB, eines der schlimmsten Umweltgifte, Bescheid wusste. Die Verkäufer aber erhielten die Weisung, darüber zu schweigen. In Verruf geriet die Firma auch wegen des Verkaufs des Wachstumshormons rBGH. In Europa und Kanada sind sie verboten: Risiken für Verbraucher, die Milch von entsprechend behandelten Kühen trinken, konnten nicht ausgeschlossen werden. In den USA versuchte Monsanto Molkereien gerichtlich zu zwingen, nicht mehr mit dem Aufdruck rBGH-frei zu werben. Tatsächlich stammen 90 Prozent aller weltweit angebauten Gen-Pflanzen von Monsanto. Über Patente sichert sich der Konzern weitreichende Zugriffsrechte auf die Produktion unserer Lebensmittel: Die Ernte gehört nicht dem Landwirt allein. Über exklusive Nutzungsrechte kann der Konzern bestimmen, wer was zu welchen Preisen kaufen darf. Denn selbst die verarbeitete Ernte, also das Endprodukt ist im Patentanspruch enthalten. Das global agierende Unternehmen verfolgt ein atemberaubendes Ziel: Es will die globale Landwirtschaft vollständig unter seine Kontrolle bringen, sagt Ulrike Brendel, Gentechnikexpertin von Greenpeace. Dabei greifen Monsantos Strategien wie Zahnräder ineinander: Einflussnahme auf Politik und Wissenschaft, Aufkauf konkurrierender Unternehmen, aggressiver Erwerb von Patenten, Kontrolle von Landwirten und Inkaufnahme der Kontamination unserer Nahrungsmittel mit Gen-Pflanzen.
In PLASTIC PLANET sucht Regisseur Werner Boote, dessen eigener Großvater ein Pionier der Plastikindustrie war, weltweit nach Antworten und deckt erstaunliche Fakten und unglaubliche Zusammenhänge auf. Er stellt Fragen, die uns alle angehen: Schadet Plastik unserer Gesundheit? Wer ist verantwortlich für die Müllberge in Wüsten und Meeren? Wer gewinnt dabei? Wer verliert? Wenn Sie diesen Film gesehen haben, werden Sie nie wieder aus einer Plastikflasche trinken! (Homepage zum Film, Hintergründe und aktuelles)
Eike zu Der größte Waffenhändler Deutschlands Kampagnenerfolg: Daimler ist inzwischen komplett aus EADS ausgestiegen!
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/aktienverkauf-daimler-steigt-bei-eads-aus-a-894774.html
Bleiben noch die Mercedes-Militärfahrzeuge...