Meine gesamte Kindheit lang, habe ich diesen Satz nie ganz verstehen können. Erst jetzt wird mir einiges klar… Das Hungerkasino, die Spekulation mit Nahrungsmitteln, ist einer der Gründe für den weltweiten Hunger! Dabei ist es doch kein Naturgesetz, dass aus systemrelevanten Gründen mit Nahrungsmitteln spekuliert werden muss, sondern schlichtweg das Ergebnis der Liberalisierung der Finanzmärkte in den letzten Jahren! Es besteht dafür überhaupt keine Notwendigkeit und dient nur der Gier der Finanzmärkte! Unsere Großeltern wussten es scheinbar bereits, wir sollten manchmal mehr auf sie hören!
Über diese kurzfristigen Stellungnahmen hinaus, wechsel verdammt nochmal endlich deine Bank und zieh dein Geld aus den Instituten, die damit auf Hunger wetten!Krötenwanderung jetzt!
Es ist mitunter fast amüsant, welche öffentlichkeitswirksame Augenwischerei gerade zu diesem Thema betrieben wird. Massentierhaltung wird von verschiedensten Politikern immer wieder an den Pranger gestellt, da wird diskutiert, wie der Einsatz von Antibiotika in der Mast kontrolliert und limitiert werden kann. Es wird z.B, sogar überlegt, zentrale Datenbänke zu schaffen, in welche Tierärzte eintragen sollen, wann sie an wen welche Medikamente abgegeben haben. Solche Maßnahmen wären zwar an sich nicht schlecht, gehen aber am Thema vorbei, wenn weiterhin der Bau von Tierfabriken, wie Mastanlagen und gigantischen Schlachthöfen, subventioniert oder erleichtert wird! Die Form von Landwirtschaft, die in solchen Anlagen betrieben wird, kommt schlichtweg nicht aus ohne Antibiotika! Man kann nicht erwarten, dass es möglich ist, extrem viele Tiere auf engstem Raum zusammenzupferchen, ohne dass sich Krankheiten in Windeseile verbreiten! Abgesehen davon ist es mit strengerer Aufzeichnung von abgegebenen Medikamenten ohnehin nicht getan, da es leider gängige Praxis ist, einen bestimmten Wirkstoff zu einem offiziellen Zweck abzugeben, im Endeffekt aber für etwas ganz anderes, ggf. sogar bei einer ganz anderen Gruppe von Tieren, einzusetzen. Und man muss sich einmal vor Augen führen, dass der übermäßige Gebrauch von Antibiotika Menschenleben gefährdet. Deshalb muss zu allererst eine einheitlichere Linie von Seiten der Regierung her!
Ein weiteres Beispiel für diese Art von Politik ist, dass auch immer wieder diskutiert wird, ob das Kupieren der Schwänze von Schweinen verboten werden sollte- Fakt ist aber, dass sie sich diese sonst gegenseitig aus Langweile und vielleicht auch Verzweiflung abfressen würden. Man schreibt sich also auf die Fahne, sich für den Tierschutz einzusetzen, was aber in Wirklichkeit keineswegs der Fall ist.
Ein Gesetzesentwurf liegt bereits vor, der den Kommunen mehr Mitspracherecht beim Bau von Mastanlagen geben soll. Ein Vorhaben dass den Forderungen unzähliger Bürgerinitiativen entspricht. Lokale Bürgerinitiativen die sich gegen Tierquälerei, Gestank, erhöhtes Verkehrsaufkommen, Grundwasserverseuchung, Lebensmittelskandale und eine Umwandlung unserer Agrarlandschaft in Industriegebiet einsetzen.
Diese Gesetzesnovelle wäre ein wichtiger Wegbereiter zu einer tier- und letztendlich auch menschenfreundlicheren Landwirtschaft. Nun hat aber Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) angekündigt, vermutlich auf Druck der Agrarlobby, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu blockieren. Ihre Glaubwürdigkeit wird nicht unbedingt von der Tatsache unterstützt, dass sie noch vor 2 Wochen in Berlin zum Besten gegeben hat, dass Deutschland „Taktgeber in Europa“ in Sachen Tierschutz sei…
Scheinbar aber nicht ohne unser zutun:
Heute endet die Mittzeichnungsfrist einer öffentlichen Petition an den Deutschen Bundestag. Noch schnell mitzeichnen!
Da die Massentierhaltung auch global schwerwiegende Folgen hat und sich die Monokulturen für das notwendige Tierfutter immer weiter in den Regenwald fressen, sammelt auch Rettet den Regenwald Unterschriften für die Gesetzesänderung. Hier das Protestschreiben unterzeichnen.
Darüber hinaus sollte man sich mal ganz ehrlich fragen, inwiefern man Tiere essen muss, deren einfachste Bedürfnisse nie auch nur in irgendeiner Art und Weise Beachtung gefunden haben?!
!!! Abstimmung nur noch bis 26. Januar 23:59 Uhr möglich !!!
Nur noch 24 Stunden Zeit für die Abstimmung über den fiesesten Konzern des Jahres! Die Public Eye Awards haben im Vergleich zum letzten Jahr schon einen enormen Zulauf bekommen. Für einen Negativpreis ist das wohl gleichbedeutend mit einer Erhöhung des Preisgeldes. Also noch einen Tag um den Konzernen das zukommen zu lassen, was sie verdienen, schnell abstimmen!
Nominiert sind dieses Jahr Syngenta, Freeport, Vale, Barclays, Tepco und Samsung.
Ich wollte noch mal auf den Markencheck hinweisen der jetzt jede Woche montags um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen ist. Das schöne Konzept Markencheck, das ursprünglich nur beim WDR angesiedelt war und z.B. Tchibo und Ferrero getestet hat, ist jetzt mit den Blockbustern Lidl, McDonalds und H&M (nächsten Montag) bei der ARD an den Start gegangen. Und hatte damit gleich beim ersten Mal sensationelle Einschaltquoten, sehr erfreulich!
Für alle die es noch nicht gesehen haben, diese Woche war McDonalds an der Reihe. Wie ich fand, noch etwas zu weich angegangen, von den Auswirkungen hinter unseren Landesgrenzen leider keine Spur, aber seht selbst:
Massentierhaltung wird nur am Rande erwähnt, aber es wird klar, McDonalds kann nicht ohne die moderne und unwürdige Agrarindustrie. Nach den McDonalds Kriterien werden 19 Hühner auf 1m² gepfercht, “das System beruht auf maximaler Ausbeutung der Tiere”. Bei der Eierwahl greifen wir immer häufiger zur Freilandhaltung, bei der Wahl des Fast Foods tun wir uns da leider noch etwas schwer!
An den gesetzlichen Bestimmungen muss sich dringend etwas ändern! Die Politik darf sich nicht mehr von der Lobby der Agrarindustrie einlullen lassen und muss den Rahmen für eine gute Landwirtschaft schaffen. Eine Landwirtschaft die nicht flächendeckend Antibiotika einsetzt und dem Menschen resistente Krankheiten auf den Hals hetzt. Eine Landwirtschaft die das Tier wie ein Lebewesen behandelt. Eine Landwirtschaft ohne Gentechnik. Eine Landwirtschaft für die Zukunft, im Einklang mit dem Planeten. Dafür können wir diesen Samstag auf die Straße gehen! Ein breites Bündnis lädt unter dem Motto “Wir haben es satt” zur Demo nach Berlin, alle Infos hier Die Rednerliste verspricht viele gute Redebeiträge und Musik gibts von Dota und den Stadtpiraten.
Nach einer kleinen Winterpause meldet sich mikrofairkel.de wieder zu Wort. Nachdem wir alle den Dezember damit verbracht haben jeden Tag ein Video des mikrofairkel-Adventskalenders zu gucken, sind wir ja alle voller Tatendrang für das anstehende Jahr und weit darüber hinaus! Der Brauch sich zum Jahreswechsel gute Vorsätze zu machen ist da doch ein hervorragender Anlass die Empörung auch in die Tat umzusetzen. Jede und jeder einzelne kann ein Menge für die Umwelt, unsere Gesellschaft und unser aller Zukunft tun! Man muss nur irgendwann auch damit anfangen! Wer will sich schon später vorwerfen lassen, fleißig dabei gewesen zu sein, den Karren “Menschheit” bzw. den Karren “Planet Erde” (wider besseren Wissens) vor die Wand gesetzt zu haben? Nur weil es doch alle so gemacht haben, weil es ein paar Cent teurer war, weil man alleine doch eh nichts hätte bewirken können, oder es irgendwie zu unbequem war? …
Dementsprechend habe ich einmal 10 Gute Vorsätze zusammengestellt. 10 Gute Vorsätze für die eigene Nase. Nur wer bei sich selbst anfängt kann andere überzeugen. Also überzeugt zuallererst euch selbst!
Hinter den Links findet ihr jeweils Artikel, die näher auf das Thema eingehen und weitere Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
1.) Kauf stattdessen Korrekte Klamotten
Du willst nicht, dass für deine Kleidung weiterhin Menschen ausgebeutet und misshandelt werden und sich für einen Hungerlohn auf Baumwollfeldern und in Sweatshops kaputt arbeiten? Du willst in deinen Klamotten keine gentechnisch veränderte Baumwolle, die unsere Konzerne in der ganzen Welt aggressiv vermarkten und unter anderem tausende indische Landwirte in den Selbstmord treibt? Du willst nicht, dass durch deine Kleidungsfabriken Flüsse vergiftet werden, die die Grundlage vieler Menschen und Ökosysteme sind? – Dann kauf den Scheiß nicht! Es war noch nie so einfach sich nahezu vollständig mit biofairen Klamotten einzudecken wie heute. Es ist längst nicht mehr der modische Supergau für radikale Ökolatzhosen. Der höhere Preis wird dir in der Regel auch durch längerer Haltbarkeit vergütet. Und höhere Nachfrage steigert das Angebot.
Was du nicht biofair bekommst, oder nicht leisten kannst, hol dir Secondhand. Das beutet niemanden mehr aus, selbst wenn es H&M ist, zusätzlich senkt es deine CO2-Bilanz. Und das gilt nicht nur für Kleidung. Einige Sachen sind einfach verdammt schwer bis unmöglich biofair zu kriegen, z.B. Handys und Computer. Die benötigten Rohstoffe sind das Öl im Feuer der blutigsten Kriege unserer Zeit. Muss es also wirklich immer neu sein? Muss es immer das neuste Feature haben? Die Halbwertszeit unserer elektrischen Geräte ist viel zu kurz! Das goldene Konsumlamm und die Altkleiderlüge Reparatur statt Neukauf Weniger Konsum, mehr Leben! Augen auf beim Handykauf
3.) Kauf Biofaire Lebensmittel
Sklaverei ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Immer noch arbeiten Sklaven auf Plantagen für unseren Wohlstand und billiges Essen, beispielsweise Kaffee, Bananen und Schokolade. Auch Fair gehandeltes Essen ist wichtig!
Industrielle Landwirtschaft vernichtet unsere wichtigsten Ressourcen, fruchtbare Böden und sauberes Wasser. Wir müssen hin zu einer Landwirtschaft im Gleichgewicht mit der Natur. Nur so können wir nachhaltig das Überleben auf unserem Planeten sichern. Good Food – Bad Food
4.) Iss Weniger Fleisch
Art und Umfang der heutigen Fleischproduktion haben weitreichende globale Folgen! Unsere Art der Tierhaltung trägt, mit schätzungsweise 18 % der globalen Treibhausgase, ganz entscheidend zum Klimawandel bei. Die industrielle Tierhaltung ist das Gegenteil von artgerechter Haltung. Sie ist mit großem Tierleid und hohem Einsatz von Antibiotika verbunden. Eine Voraussetzung für Billigschnitzel in hiesigen Läden ist der massenhafte Import von Futtermitteln wie Soja. Ein Großteil davon aus Ländern, die die Flächen zur Ernährung der eigenen Bevölkerung dringend benötigen. Hunger in der Welt, Klimawandel, Artensterben und Tierleid erfordern zwingend ein Umsteuern bei Massentierhaltung und übermäßigem Fleischkonsum. Klasse statt Masse muss auch für jeden Einzelnen zum Prinzip werden. Buchtipp: Tiere Essen
Werde FlexitarierIn
Die Werktags-Vegetarier
5.) Wechsel deinen Stromanbieter
Es gibt keinen Grund mit dem Atomausstieg auf die Regierung zu warten. Und mit einem Wechsel von Atomstrom auf Kohle, wie ihn die großen Stromkonzerne betreiben haben wir nichts gewonnen und nur die Art des Risikos und der Umweltschäden verlagert. Also wechsel endlich deinen Strom- und Gasanbieter! Es gibt viele gute alternative Ökostromanbieter. Atomausstieg selber machen! (externer Link)
6.) Wechsel zu einer guten Geldanlage
Große Banken und Geldinstitute von der Deutschen Bank (mit ihr die Postbank) über die Commerzbank bis hin zu den Sparkassen zugehörigen Deka Investmentfonds investieren dein Geld in Krieg, Armut, Klimawandel und Umweltzerstörung. Sie sind mitverantwortlich für die Finanzkrise und stellen ihren Profit weit über das Allgemeinwohl. Weg mit der Gier nach höheren Zinsen ermöglicht durch das Leid anderer! Schaff dein Geld zu einer Bank, die wirklich den Traum von einer besseren Welt teilt und real vorantreibt! Krötenwanderung jetzt!
7.) Mach keinen Klimawandel
Mit verschiedenen technischen Versprechungen wird versucht uns vorzugaukeln, dass wir einfach so weiter machen könnten und wir den Ausstoß von Klimagasen auf technischem Wege reduzieren können. Das ist ein falscher Fortschrittsglaube! Der Stromverbrauch wird zwar pro Gerät immer geringer, dafür werden dann aber wesentlich mehr Geräte gebaut und verkauft. Mehr Windräder bedeuten erst einmal nur mehr CO2-Ausstoß! Sinn macht es erst, wenn anschließend auch Kohlekraftwerke vom Netz gehen! Mit einem “immer mehr” können wir den CO2-Austoß nicht senken und den Klimawandel nicht aufhalten! Nutze den CO2-Rechner und reduziere Jahr für Jahr deinen CO2-Ausstoß! Z.B. mit den anderen Vorsätzen und mit größtem Effekt durch den Verzicht aufs Fliegen! Dein persönlicher Fußabdruck CO2
Weniger Konsum, mehr Leben!
8.) Steh auch dafür auf
Wenn du und ich soweit sind, dann ist schon eine Menge geschafft! Aber zum weltretten reicht es wohl noch nicht ganz, es muss wohl noch die ein oder der andere mitmachen. Also steh dafür auf! Sag deine Meinung, überzeuge andere, mach dein Kreuz an der besten Stelle und mach Druck. Geh auf die Straße, um deiner Forderung die nötige Aufmerksamkeit zu verleihen, damit sich was tut. Wieviele Aktionen und Demos dieses Jahr? Artikelübersicht zu vergangenen und zukünftigen Demonstrationen
9.) Unterstütze wertvolle Arbeit
Du musst das Rad nicht immer neu erfinden. Es gibt viele tolle Menschen und Organisationen die gemeinsam mit dir an einer besseren Welt arbeiten. Wäre ein bisschen Zeit und Geld da an der richtigen Stelle nicht ganz gut investiert? Tritt bei und mach mit und/oder Spende Geld! Spenden – Akt der Barmherzigkeit
Wir haben euch einen schönen Adventskalender zusammengestellt mit einer kleinen Auswahl sehenswerter Videos der letzten Zeit. Jeden Tag schalten wir ein weiteres Türchen frei. So könnt ihr dann richtig in die schönste Konsumzeit des Jahres einsteigen! Tiefergehende Infos zu den Videos findet ihr dann in der Regel in unserer, inzwischen recht sehenswerten, Hall of Shame.
Manchmal sind es evtl nur kurze Ausschnitte oder Trailer, in diesem Falle findet ihr den ganzen Film dann im mikrofairkel-Kanal.
Hat es jemand gemerkt? Vorgestern war der internationale Tag der Menschenrechte. Eine Gute Gelegenheit sich einmal mehr an die eigene Nase zu fassen. Eine kurze Einführung:
Hauptverantwortlich für die Einhaltung der Menschenrechte, sowie für das Schaffen von Bedingungen unter denen sich die Menschenrechte verwirklichen lassen, sind die Staaten.
“Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Artikel 14: Asylrecht
(1) Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgungen Asyl zu suchen und zu genießen. (…)”
Ist dieses Recht wohl gewahrt, wenn wir es mit aller Macht verhindern, das Menschen ihren Fuß auf europäischen und deutschen Boden setzen und auch die geringste Chance haben, das Wort “Asyl” auszusprechen? Im Manifest für ein Europa der Humanität und Solidarität steht so schön geschrieben: “Doch muss sich eine Welt, die sich der Demokratie verpflichtet, daran messen lassen, wie sie mit der Migration umgeht.” Haben wir uns nicht den Menschenrechten verpflichtet? Die deutsche und europäische Migrationspolitik verstößt nicht nur gegen Artikel 14. Unter vielen anderen zum Beispiel:
Artikel 3: Recht auf Leben und Freiheit
Artikel 9: Schutz vor Verhaftung und Ausweisung
Artikel 13: Freizügigkeit und Auswanderungsfreiheit Artikel 15: Recht auf Staatsangehörigkeit
Rechtspopulistische und fremdenfeindliche Phrasen stecken in viel zu vielen Köpfen, selbst in solchen, die sich niemals rechtes Gedankengut eingestehen würden: “Wir können doch nicht alle kommen lassen” oder “Deutschland schafft sich ab”. In was für einem Deutschland, in was für einem Europa willst du denn leben? Ein Bündnis von NGOs hat das wirklich lesenswerte Manifest für ein Europa der Humanität und Solidarität geschrieben. In so einem Europa möchte ich leben! Kein Europa der Mauern und Zäune und davor das größte Massengrab der Welt! Bis wir in einem solchen Europa leben ist noch ein weiter Weg und jede einzelne Unterschrift unter diesem Manifest gibt ihm auf diesem Weg etwas mehr Gewicht! Sag der Politik, in was für einem Europa du leben willst!Hier kannst du unterzeichnen!
Während wir alle voll und ganz mit unserem Geld beschäftigt sind und nichts als Wirtschafts-, Finanz- und Eurokrise im Kopf haben, findet 9378 km von hier entfernt, von uns fast unbemerkt, eine der wichtigsten Konferenzen für die Zukunft von Menschheit und Planet statt! Auf der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban streiten die Regierungen dieser Welt um Klimaerwärmung, CO2-Emissionen, verbindliche Ziele, Fortsetzung von Kyoto, viel Geld … und unsere Zukunft. Durch herbe Enttäuschungen bei vorangegangenen Verhandlungen haben sie es geschafft, dass wir wenig Hoffnung und Interesse für die Jetztige haben.
Aber dazu dürfen wir es nicht kommen lassen! Wenn die Zivilbevölkerung nicht hinschaut, wird es ein klamheimliches Scheitern der Verhandlungen, ganz im Sinne großer heimischer Industriezweige und fadenscheiniger nationaler Interessen geben. Wenn unsere Regierungen sich bewegen sollen, müssen sie uns im Nacken haben. Sie sollen wissen, dass wir sie für ein Scheitern der Verhandlungen verantwortlich machen würden!
Überraschender Weise hat China nun Bereitschaft signalisiert, sich unter bestimmten Bedingungen auf ein verbindliches Abkommen einzulassen (Artikel Süddeutsche). Nutzen wir diesen Funken Hoffnung und erhöhen den Druck von unten!
Avaaz hat noch für 48 Stunden eine Online-Petition an die Entscheidungsträger von EU, Brasilien und China laufen, schnell unterzeichnen und weiterleiten!
Ansonsten ist es auch immer gut sich an die eigene Nase zu fassen. Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, bis 2020 10% weniger Strom zu verbrauchen. Ein gutes Ziel, denn keinerlei Effizienzsteigerung hat einen Sinn, wenn in der Folge trotzdem mehr Strom verbraucht wird. Doch leider folgen dieser Ankündigung bisher keine Taten. Schließ dich einer Aktion vom BUND an und schreib eine Mail an Merkel:
Und sonst noch irgendeine Schnarchnase immer noch nicht zu richtigem Ökostrom gewechselt? Hier gibts alle Infos und gute Anbieter: Atomausstieg selber machen! (könnte auch heißen: selbst weniger zum Klimawandel beitragen)
Morgen, am Sonntag den 27.11., steht in Baden-Württemberg per Volksabstimmung die Entscheidung für oder gegen Stuttgart 21 an. Als Nicht-Bawüler darf ich leider nicht mitstimmen, will aber noch einmal alle, die es dürfen, unbedingt an die Wahlurnen rufen! “JA” zum Volksentscheid!
Auch wenn ihr euch noch nicht schlussendlich zu einer Entscheidung für oder gegen einen Kopfbahnhof durchgerungen habt, geht zur Abstimmung! Denn es geht um viel mehr, als nur um die Entscheidung, ob der Bahnhof unter oder über der Erde ist. Es geht darum, dass ein eindeutiges Zeichen gesetzt wird. Ein Zeichen gegen eine Politik, in der Großprojekte in kleinen Hinterzimmern ausgeklüngelt, mit niedrigen Kostenversprechungen durchgewunken und dann zügig Fakten geschaffen werden. Anschließend steigen “ganz unvorhergesehen” die Kosten und WIR zahlen drauf!
Diese, leider etwas späte, Abstimmung ist gutes Stück Demokratie! Warum so viel Geld unter der Erde verbuddeln, wenn gleichzeitig einmal mehr die Preise für den Nahverkehr steigen?! Das Argument “wir hätten jetzt schon soviel investiert, jetzt abzubrechen wäre Verschwendung” ist ein billiger Werbepsychologischer Trick. Nur weil schon Geld verschwendet wurde, hilft es nichts, wenn wir jetzt noch mehr Geld hinterherschmeißen!
Leider geht nicht nur darum, eine Mehrheit zu bekommen, das nötige Quorum ist nicht leicht zu knacken. Also nehmt eure Freundinnen untern Arm. Mehr Infos gibts z.B. bei Campact unter mitjastimmen.de
André Gaufer zu Mit dem Essen spielt man nicht! Protest gegen Nahrungsmittel-Spekulationen
Spekulanten profitieren vom Handel mit Nahrungsmitteln, während die Zahl der Hungernden weltweit steigt! Die Initiative www.handle-fair.de protestiert dagegen!
Eike zu Mitsprache beim Bau von Agrarfabriken! Hilft dir das weiter?
http://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/78756/publicationFile/51404/baugesetzbuch-referentenentwurf-14-02-2012.pdf